Die Schattenseite des Sommers


Wenige Menschen wissen, dass die lang ersehnte Sommersonne den Augen auch Schaden zufügen kann. Unsere Augen reagieren ganz individuell auf Sonnenstrahlen und helles Licht.

Blauäugige sind zum Beispiel mehr gefährdet als Dunkeläugige, und bereits Lesen in praller Sonne kann gefährlich werden, da das weiße Papier die Sonnenstrahlen voll reflektiert. Menschen mit dunklen Augen oder mit kleinen Pupillen brauchen dagegen selbst bei gleißendem Sonnenlicht nichts zu befürchten.

Die möglichen Schäden an Linse und Netzhaut kommen schleichend, sind schmerzlos und machen sich erst nach Jahren bemerkbar. Spätfolgen sind z.B. Linsentrübungen, der sogenannte Graue Star, oder die Makuladegeneration, eine Netzhaut-Erkrankung bei der die Stelle des schärfsten Sehens geschädigt ist.

Ein Patentrezept gibt es nicht. Wenn in Ihrer Familie gehäuft Makula-Degenerationen vorkommen, oder wenn Sie sehr hellhäutig oder "helläugig" sind, sollten Sie starkes Sonnenlicht durch eine geeignete Sonnenbrille filtern. Achten Sie  beim Brillenkauf auf qualitativ hochwertige Gläser,  das UV-400-Zeichen und das "CE"-Zeichen. Für UV-Belastung in normalen Höhen kann davon ausgegangen werden, dass die gefährlichen Strahlen vollständig abgeschirmt werden und das Auge effektiv geschützt wird. Für stärkere Expositionen wie z.B. auf einem Gletscher oder in Höhen ab 2.000 m oder in Gebieten mit verringerter Ozonschicht (Neuseeland, Australien), sollten Sie zusätzlich einen Schutz gegen seitliche Streustrahlung anbringen, sei es durch breite Bügel oder durch entsprechende Seitenschutze (wie z.B. von Snowboarderbrillen oder Gletscherbrillen bekannt).

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